Bei sonnigem Wetter auch „Oberbergs Schmetterlinge“ wieder im Höhenflug

Die Volleyballerinnen der SG Rodt-Müllenbach gewinnen das Spitzenspiel in der Verbandsliga gegen Meschede überraschend deutlich mit 3:0 und übernehmen die Tabellenspitze. Mit einer starken Serie von fünf Siegen im Rücken ging das Team aus dem Oberbergischen in das Spiel gegen den bisherigen Tabellenführer, der wiederum erst eine Partie in der Saison abgegeben hatte.

Ein echtes Spitzenspiel stand also an, aber beide Mannschaft kamen personell etwas dünn daher. Rodt-Müllenbach hatte wie so oft in dieser Saison keine Wechseloptionen, der SSV Meschede trat sogar ohne Libera an. Der Beginn in den ersten Satz war sehr ausgeglichen, aber noch nicht auf allerhöchstem Niveau. Nervosität im wichtigen Spitzenspiel und auch etwas fehlende Spielpraxis bei den Gastgeberinnen, die ihre letzte Partie auf Grund des entzerrenden Spielplans Anfang Februar bestritten hatten, sorgten dafür, dass der Tabellenführer aus dem Sauerland zunächst leicht in Führung lag. Trainer Volker Dannenberg nahm beim Stand von 10:13 bereits sein Auszeit und konnte damit etwas bewirken. Sein Team spielte nun konzentrierter und klarer. Bis zum 20:20 konnte Meschede noch mithalten, doch das Momentum war auf Seite der Gastgeberinnen und sie konnten den Satz mit 25:22 für sich entscheiden. Im zweiten Satz legten die Oberbergischen Schmetterlinge dann richtig los. Das eigene Angriffsspiel lief sehr klar und strukturiert, während man Meschede mit guten Aufschlägen unter Druck setzte und deren Aufbauspiel fehlerhaft geriet. Beim Stand von 13:5 war der Satz schon vorentschieden und mit 25:13 geriet der Satzgewinn sehr deutlich. Schon im Hinspiel hatte die SGRM jedoch mit 2:0 geführt, bevor ihnen die Puste ausging und Meschede noch 3:2 gewinnen konnten. Daher wussten die Gastgeberinnen, dass sie im dritten Satz die Konzentration hoch halten mussten. Und dies sollte gut gelingen; nur bis zum 9:9 konnten die ersatzgeschwächten Tabellenführer mithalten. Dann zog Rodt-Müllenbach in kurzer Zeit auf 18:11 davon. Die Gastgeberinnen präsentierten sich nun stark in Abwehr und Block, so dass Meschede sich zu riskanten Angriffsschlägen gezwungen sah, die häufiger im Aus landeten. Auf Müllenbacher Seite lief nun alles und der sonst so coole Coach Dannenberg brach beim Stand von 21:14 in ekstatischen Jubel aus, als ausgerechnet der schlaggewaltigsten Müllenbacher Spielerin Anna Olfert ein gefühlvoller Lob gelang. Das Endergebnis des Satzes fiel mit 25:17 erneut deutlich aus.

Mit dem Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer zieht die SG Rodt-Müllenbach an Meschede vorbei und ist jetzt voll im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga angekommen. In der eigenen Hand hat man den Meistertitel (und nur dieser ermöglicht in dieser Saison den Aufstieg) allerdings trotz Tabellenführung nicht. Meschede hat ein Spiel weniger bestritten und würde, falls sie die ausstehenden drei Partien alle gewinnen, wieder an Rodt-Müllenbach vorbeiziehen.